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Wireless Wakeup Call - TEDx Talk

Jeromy Johnson, ehemals im Silicon Valley beschäftigter Ingenieur wurde zum Fürsprecher einer gesundheitsverträglichen Nutzung kabelloser Technologien nachdem er selbst elektrosensibel geworden war. In diesem TEDxBerkeley Talk spricht er über unsere Affinität zu modernen Technologien und die Gefahren, die eine Abhängigkeit davon mit sich bringen kann.
Auf seiner Website teilt er seine Erfahrungen und Erkenntnisse detailierter.

"Wovon träumt das Internet?" (Trailer)

„Wovon träumt das Internet?“ (Originaltitel „Lo and Behold – Reveries of the Connected World“) von Werner Herzog: Ein Dokumentarfilm über den Einfluss des Internets auf unser Leben, über künstliche Intelligenz, über das Internet der Dinge sowie auch über die Auswirkungen von hochfrequenter Strahlung auf die Gesundheit.
Mehr über diesen Dokumentarfilm in einer Rezension auf ZEIT ONLINE.

Der Film ist ab dem 23. März 2017 als DVD erhältlich.

"Desperately Seeking White Zone" (DVD; F 2014)

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„Desperately Seeking White Zone“ ist ein 58-minütiger Dokumentarfilm über den Alltag elektrosensibler Personen und ihre Suche nach einem Platz zum Leben:

Alarmiert durch eine Bekannte, die sich nicht mehr in der Lage sah, jegliche Art von Tätigkeiten auszuführen, reiste Regisseur Marc Khanne über drei Jahre durch Frankreich um Menschen zu portraitieren, die elektrosensibel geworden waren. Aufgrund vielfältiger Symptome waren sie gezwungen ihre Sachen zu packen, umzuziehen, und teilweise damit auch Beruf und Familie aufzugeben.
Konfrontiert mit einem Phänomen, das in der Gesellschaft noch eher unbekannt ist und zumeist eine Quelle der Kontroverse, entschied sich Marc Khanne für eine einfache und sehr menschliche Annäherung an das Thema: Eine Serie von Porträts und Zeugnisse offensichtlichen Leidens durch diese unsichtbare Umweltverschmutzung zeichnen das Bild einer beunruhigenden Realität.

Die DVD ist erhältlich über http://www.electrosensitive-white-zone-ehs-film.com

Bande-annonce – CHERCHE ZONE BLANCHE DESESPEREMENT – MARC KHANNE (2014) from Olivier Lavielle.

WDR Scanner: Elektrosmog

Ein „WDR Scanner“-Beitrag von 2010 beleuchtet die Auswirkung von HF-Strahlung auf den Menschen:

Der Medizinphysiker Dr. rer. nat. Lebrecht von Klitzing misst die Reaktionen des menschlichen Organismus auf HF-Strahlung anhand von EEG, kapillärer Hautdurchblutung und Variabilität der Herzrate. Und eine Wohnungsbegehung mit Messgerät bei einer jungen Familie verdeutlicht, dass die stärkste Strahlungsbelastung oft hausgemacht ist: durch WLAN, DECT, Babyfon, Mikrowelle etc.

Dr. von Klitzing betreibt in der „feldarmen Gemeinde“ Wiesenthal in der Rhön das Umweltphysikalische Messungen und bietet auch die Testung der Elektrosensibilität an. Wer sich voller Hoffung auf den Weg nach Wiesenthal machen möchte, sollte sich zuvor aber auch diesen Erfahrungsbericht (PDF) durchlesen, um sich ggf. unnötigen Stress zu ersparen.

ARTE: "Elektrosmog - Unsensible Anbieter"

In Vox Pop, einem auf Arte ausgestrahlten Reportagemagazin, ging es in der Sendung vom 20. Oktober 2014 um Elektrosmog:

Thema der „Ermittlung der Woche“ waren die Versuche der Telefonbetreiber, jede Initiative zur weiteren Regelung der elektromagnetischen Strahlung zu blockieren. Obwohl die Anzahl der Elektrosensiblen in ganz Europa steigen und immer mehr Organisationen vor den gefährlichen Wellen und dem Bau von Funkmasten warnen, setzen die Netzbetreiber weiter ihre eigenen Spielregeln durch. Sie beeinflussen wissenschaftliche Studien, drohen Stadträten und Bürgermeistern mit Klagen, umgehen das Vorsorgeprinzip und verhindern die Einrichtung so genannter „weißer Zonen“… Angesichts der bevorstehenden Einweihung der fünften Generation der Mobilfunknetze besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Gesetzgeber.

Im „Interview der Woche“ erzählt die belgische Grünenabgeordnete und ehemalige Umweltministerin der Region Brüssel, Evelyne Huytebroeck, über ihre gewonnenen Schlachten gegen die Mobilfunkbetreiber:

In der kompletten Reportage enthalten war auch ein Bericht über ein „internationales Treffen Elektrosensibler“ in Frankreich: Die relativ gut organisierten EHS in Frankreich planen die Errichtung „weißer Zonen“ – angefangen mit dem Gebiet der ehemaligen Klosteranlage des Kartäuserinnenklosters von Durbon bei Saint Julien en Beauchêne im Département Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Weitere weiße Zonen in anderen Regionen sollen folgen.

Chartreuse-durbonCahrtreuse-Durbon-Hautes-Alpes

Lesetipp: umwelt - medizin - gesellschaft, 3/2014

umg_3-14Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift umwelt – medizin – gesellschaft ist dem Schwerpunktthema „Neue Medien – Neue Risiken“ gewidmet. Das Organ mehrerer umweltmedizinischer Verbände beleuchtet in vier Beiträgen ausführlich die Konditionierung zum digitalen Konsum, die Auswirkungen digitaler Medien und des Mobilfunks auf den Menschen, sowie die der Mobilfunkstrahlung auf landwirtschaftliche Nutztiere.

Schon alleine das Editorial ist lesenswert: Prof. Dr. phil. Karl Richter, Mitglied im Vorstand der Kompetenzinitiative, bringt die „Allmacht der Technik und die Ohnmacht der Betroffenen“ auf den Punkt und schließt mit den Forderungen an eine zukunftsfähige Mobilfunkpolitik, die Verwaltungsrichter i. R. Bernd Budzinski im Frühjahr diesen Jahres während der Tagung der Kompetenzinitiative „Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks“ in einem Vortrag formulierte:

  1. Nicht-ionisierende Strahlung, wie sie der Mobilfunk verwendet, ist als umweltschädlich i.S. des § 3 I Bundesimmissionsschutzgesetzes zu bewerten.
  2. Mobilfunkwellen sind rechtlich generell genauso wie etwa Autoabgase oder Zigarettenrauch, aber auch schwache radioaktive Strahlung, zu behandeln.
  3. Das bedeutet: Aufklärung der Bevölkerung, Handyverbot für Kinder, genereller Kabelvorrang, Ende der sog. Indoor-Versorgung, funkfreie Gebiete und allgemeine Sendeleistungsminimierung aller Funktechniken auf das technisch notwendige Maß sowie Erlass eines Mobilfunkgesetzes mit Kinder-, Nachbar- und Versicherungsschutz.

Aktivurlaub ohne Elektrosmog

„Digital detox“ ist ein Werbeslogan, mit dem zunehmend mehr Hotels und Tourismusvereine um Gäste buhlen. Vom Abschalten und zur Ruhe kommen ist da die Rede, vom Handy an der Rezeption abgeben und von Internetabstinenz. Wer beruflich unter einem internetbasierten Informationsoverload leidet oder sich selbst durch übermäßigen Smartphonegebrauch in den Überdruss manövriert hat, für den mag so ein Urlaubsangebot eine willkommene, wenn auch gewöhnungsbedürftige Abwechslung sein. Für elektrosensible Urlauber sind solche „Digital detox“-Packages in den seltensten Fällen geeignet, denn wenn man die entsprechenden Gastgeber genauer unter die Lupe nimmt, dann sieht man, dass diese Hotels technisch „up-to-date“ sind und oft im ganzen Haus WLAN genutzt werden kann. Für Internet-Junkies auf kaltem Entzug sicher eine beruhigende Tatsache.

survive2lifeEin Aktivurlaubsangebot, das tatsächlich fernab von Mobilfunkstrahlung stattfindet, sind die „From Survive to Life“-Seminare des Schweizer Erlebnis-Coachs Marcel Hager. Angeboten werden neben Einzelcoachings 24 Stunden dauernde Survivaltrainings, Wochenenden oder eine ganze Woche, die in der freien Natur verbracht wird, mit all ihren Unwägbarkeiten. Geschult werden dabei der Orientierungssinn, das Decken der Grundbedürfnisse auch in Notsituationen, der eigene Durchhaltewillen und der Zusammenhalt in der Gruppe. Kurzgesagt handelt es sich um ein „Persönlichkeitstraining in der Wildnis“, um Team- und Charakterbildung, um Empowerment und Visionsfindung.

Die Trekking- und Outdoor-Trainings der Stufe 2 (2 Tage) finden in mobilfunkfreien Gebieten in der Schweiz statt, die Trainings der Stufe 3 (6 Tage) abseits der Zivilisation in Island, Grönland, Lappland, Schottland und Sardinien.
Teilnahmevoraussetzung ist eine durchschnittliche Grundkondition. Von Vorteil ist es, keine Höhenangst zu haben. Die Gruppen sind gemischt, es besteht allerdings ein Seminar nur für Männer und im September 2015 wird es ein „Charakter-Wochenende“ speziell für Frauen geben.

Bildquelle und weitere Infos: http://survive2life.ch

 

Funkfreie Gebiete für Mensch & Natur

strahlenfreie-zoneIm Mai 2011 forderte der Europarat alle Regierungen der europäischen Länder zu einer Wende hinsichtlich der Mobilfunkpolitik auf: Die europäischen Regierungen sollten ihr Möglichstes tun, um die Strahlenbelastung durch den Mobilfunk zu reduzieren. Dazu wurden konkrete Sofortmaßnahmen im Rahmen einer Vorsorgepolitik vorgeschlagen, wie Aufklärungskampagnen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, edukative Maßnahmen, mit dem Ziel den Handygebrauch rigoros einzuschränken, sowie Schulen als WLAN-freie Zonen. Für elektrosensible Menschen wurde die Erhaltung oder Schaffung funkfreier Gebiete gefordert. Außerdem die Anerkennung der athermischen gesundheitsschädlichen Wirkungen der Mikrowellenstrahlung, mit der dich daraus ergebenden, zwingenden Senkung der Grenzwerte.

mobilfunk-sendeanlageMobilfunk ist in unserer Zeit nicht mehr wegzudenken und sorgt neben anderen Vorteilen natürlich auch für eine gewisse Sicherheit im Ernstfall. Daher: Eine Abschaffung steht nicht zur Diskussion. Jedoch reagieren mit der nahezu flächendeckenden Versorgung durch die GSM-, UMTS- und LTE-Netze immer mehr Menschen empfindlich auf elektromagnetische Strahlung. Der Umwelt- und Verbraucherorganisation „Diagnose Funk“ zufolge rechnet man derzeit mit 10-15% der Bevölkerung. Tendenz steigend. Diese und alle anderen Menschen sollten strahlungsfreie Rückzugsorte gesichert bekommen. Und dies nicht nur in der eigenen abgeschirmten Wohnung.

Seit der Einführung des LTE-Standards (2010), für den die Betreiber die Auflage erhielten zuerst die unterversorgten, ländlichen Gebiete abzudecken, sodass gerade dort inzwischen von einer höheren Strahlenbelastung „profitiert“ werden kann. In Deutschland gibt es kaum noch „weiße Flecken“ auf der Mobilfunk-Landkarte. Zum Schutz von Mensch und Natur sollten jedoch ganz bewusst Freizonen erhalten oder geschaffen werden. Wo nicht eine ganze Gemeinde an einem Strang zieht und sich gegen Mobilfunksender im Umkreis ausspricht, bieten sich vor allem Nationalparks für einen gesetzlichen Schutz an.

Wo „weiße Zonen“ existieren, handelt es sich entweder um

wifi_deletedünnbesiedelte Gebiete, die aufgrund der geographischen Voraussetzung schlecht zu erschließen und marktwirtschaftlich uninteressant sind. Hierzu zählen z. B. einige wenige verbleibende Täler in der Alpenregion.

wifi_deleteGebiete, die aufgrund „höheren Interesses“ mobilfunkfrei gehalten werden, wie z. B. die National Radio Quiet Zone im Osten der USA, wo der Empfang des Green-Bank-Teleskops nicht durch Mobilfunk gestört werden soll.

wifi_deleteGebiete, die durch Bürgerinitiativen oder den Einsatz engagierter Einzelpersonen geschützt werden, wie z. B. der Parc del Carnè in Italien (PDF) und andere Gebiete insbesondere in Frankreich und Spanien. In Deutschland kämpfte der Verein Weisse Zone Rhön für eine strahlungsreduzierte Gemeinde Mansbach. Die Bemühungen wurden allerdings durch die Einrichtung einer TETRA-Sendeanlage zunichte gemacht.

Auch wenn elektrosensible Menschen dringend Bedarf an mobilfunkfreien, naturnahen Erholungsräumen haben – und der Erhalt solcher Zonen auch für die Natur wichtig wäre – wird es wohl noch etwas dauern, bis Gemeinden (und Touristikvereine) die Chancen erkennen, die in einem konsequenten Schutz oder Aufbau „weißer Zonen“ liegen.

Bildquellen: Rainer Sturm/pixelio.de (Bild 1), Tom Mueck/pixelio.de (Bild 2)

Kurzdokumentation: "Searching for a Golden Cage"

Neueste Untersuchungen von David Carpenter von der Universität von Albany und mehreren anderen Wissenschaftlern weltweit haben ergeben, dass im Schnitt 2-3 % der Bevölkerung hypersensibel auf elektromagnetische Felder (wie sie von Mobilfunk und WLAN erzeugt werden) reagieren. Tendenz steigend. Es handelt sich somit nicht um ein paar wenige „eingebildete Kranke“, sondern um ein Phänomen, dem – neben einem bewussten und reduzierten Gebrauch an drahtloser Technologie im häuslichen Umfeld – mit der Schaffung bzw. dem Schützen mobilfunkfreier Zonen begegnet werden sollte:

Warum eine WLAN-freie Unterkunft gerade während der Schwangerschaft wichtig ist

Eine Studie der Universität von Yale warnt, dass die Benutzung von Handys während der Schwangerschaft Verhaltensstörungen beim Nachwuchs erzeugen kann. Andere Studien belegen, dass Mobilfunk- WLAN- und andere hochfrequente Strahlung Zellschäden beim Fötus hervorrufen können – und im Falle einer Schädigung der Ovarien bei einem weiblichen Fötus, zu einem hohen Prozentsatz an Fehlgeburten oder Missbildungen in der darauffolgenden Generation führen können. Dieses Risiko kann durch die Vermeidung der Nutzung drahtloser Technologien – insbesondere während der Schwangerschaft – vermieden werden: