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Reisetipps für Mallorca


Allgemein lässt sich sagen, dass Mallorca ein extrem gut ausgebautes Wifi-Netz hat. Nicht nur in Palma, auch an den vielen touristisch interessanten Orten – wie z.B. in der und um die ansonsten besuchenswerten Kathedrale von Palma – gibt es Hotspots. Ganz zu schweigen natürlich von den vielen Flaniermeilen.
Gerade Mallorca hat allerdings auch den Vorteil, dass man – hat man das für EHS-Betroffene oftmals recht belastende WLAN-Angebot an den Flughäfen hinter sich gelassen – mit dem Flieger relativ schnell an einer Destination ist, wo sich gut Sonne tanken und entspannen lässt. Da heißt es dann einfach „Raus aus der Stadt an ein entlegenes Plätzchen!“. Ein Mietwagen macht unabhängig, aber auch mit Tren de Sóller, dem alten Bummelzug, der Palma mit Sollér verbindet (und welcher eines der letzten öffentlichen Verkehrsmittel ohne WLAN-Versorgung ist) lässt sich bequem an die Westküste gelangen.

Unsere Empfehlungen für einen Digital-Detox-Urlaub auf Mallorca

#1 – An der Westküste außerhalb von Banyalbufar liegt das Cottage “Sa Pedreta”, das über Airbnb gebucht werden kann. Ideal für 2 Gäste, die Ruhe und Natur suchen. Beide Cottages sind sehr liebevoll und individuell eingerichtet und von den Terrassen hat man wundervolle Ausblicke aufs Meer.

#2 – Ebenfalls an der Westküste etwas außerhalb des Zentrums von Banyalbufar liegt die kleine Finca Banyalbufarina. Diese Unterkunft ist ein idealer Rückzugsort für bis zu 4 Personen, die viel Wert auf Ruhe und Natur legen. Die Finca ist liebevoll eingerichtet und von der Terrasse aus hat man eine schöne Aussicht aufs Meer. Es gibt keinen Internetzugang – eine passende Unterkunft also auch für einen „Digital-Detox-Urlaub“. Die Finca verfügt über keine eigene Website und kann aber z.B. über Tripadvisor angefragt werden.

#3 – Die Küste weiter entlang in Richtung Sóller, 5 Fahrminuten von Deia und 10 Fahrminuten von Valldemossa entfernt, unweit von “Son Marroig“, liegt eine hübsche Casita. Sie bietet Platz für 2 Personen, verfügt neben einer komplett ausgestatteten Küche und einem Badezimmer mit Dusche über ein Schlafzimmer mit Doppelbett und direktem Zugang zum Garten, von welchem aus man einen fantastischen Meerblick hat.

#4 – Zwischen Deia und Sóller, mit Blick in die umliegenden Berge, liegt von Olivenbäumen umgeben in einem großen Garten die Finca Casa Miguel. Die Finca bietet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Küste an – sehr zu empfehlen ist z.B. der Camino de Alconasser, auch „Malerweg“ genannt. Sie ist ruhig gelegen und ist daher eine ideale Unterkunft, um einmal völlig abzuschalten. Platz ist hier für bis zu 6 Personen.

#5 – Am gleichen Küstenabschnitt befindet sich die Casita Muleta, ein bezauberndes, sehr einsam gelegenes Häuschen – eine romantische Unterkunft für ein naturliebendes Paar. Die Casita befindet sich auf einem großen Grundstück, das sich bis zum Meer erstreckt. Auf alten Schmugglerpfaden lässt sich hier wunderbar die Küste erkunden. Die Stromversorgung des Hauses erfolgt ausschließlich über Solarstrom, ein bewusster Umgang mit den Ressourcen ist bei dieser Unterkunft also wichtig.

#6 – Unser Geheimtipp für Sóller: Fußläufig zum Stadtzentrum, aber doch außerhalb des Wifi-Netzes liegt die hübsche kleine Casita von Robert und Maria. Diese bezaubert sowohl durch ihre ruhige Lage etwas oberhalb der Stadt, wie auch durch die liebevolle und geschmackvolle Gestaltung von Haus und Garten. Für 1-2 Personen, die sowohl die Ruhe, als auch hin und wieder den Flair Sóllers genießen möchten, eine perfekte Unterkunft. Im Haus gibt es einen Repeater, der das WLAN wohl vom öffentlichen Netz abgreift, den man allerdings einfach ausstecken kann und damit seine Ruhe hat.
Das Häuschen liegt am südlichen Stadtrand Sóllers an einem Berghang, wodurch die Mobilfunkstrahlung der Sendeanlage auf dem Bergmassiv oberhalb des Sóller-Passes, sie ansonsten das ganze Tal versorgt, abgeschattet wird. Trotz Stadtnähe gibt es in dieser Unterkunft auch durch die umliegenden Fincas kaum eine Beeinträchtigung durch WLAN-Versorgung.

#7 – Recht abgeschieden zwischen den Bergen der Tramuntana, ca. 15 Minuten von Sóller und Fornalutx, liegt die Casita L’Olivar. Das Steinhaus ist liebevoll ausgestattet und liegt inmitten eines schön angelegten Gartens mit Pool. Es bietet Platz für 2 Gäste.

#8 – In einer völlig anderen Gegend Mallorcas, nämlich an der Ostküste liegt das Boutique Hotel San Corb. Es ist Teil einer Finca aus dem 17. Jahrhundert mit über 30 Hektar Land. An der Ostküste gelegen, nur wenige Minuten von der kleinen Gemeinde Son Servera entfernt, bietet das Hotel 22 Zimmer, die von ihren Besitzern liebevoll restauriert wurden. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Terrasse und direkten Zugang zum Garten. Ein wunderbarer Ort, um Stille, Ruhe und Frieden zu genießen. Einen Wifi-Zugang gibt es nur in der Lobby.

Bildquellen: www_balearentraum_de (Bild 1), fincasmallorca.de (Bild 2), homeaway.com (Bild 3), airbnb.com (Bild 4)

"Desperately Seeking White Zone" (DVD; F 2014)

desperately-seeking-white-zone

“Desperately Seeking White Zone” is a 58-minute documentary about electrosensitive people and their search for a place to live in:

Alerted by a friend who no longer saw herself able to perform all kinds of activities, director Marc Khanne toured France for over three years to portray people who had become electrosensitive. Due to various symptoms, they were forced to move, and therefore in some cases also to abandon work and family.
Faced with a phenomenon poorly-known and still a source of controversy, Marc Khanne opted for a simple, human approach: a series of portraits and stories of obvious suffering drawing the picture of a disturbing reality.

The DVD is available via http://www.electrosensitive-white-zone-ehs-film.com

Bande-annonce – CHERCHE ZONE BLANCHE DESESPEREMENT – MARC KHANNE (2014) from Olivier Lavielle.

WDR Scanner: Elektrosmog

Ein “WDR Scanner”-Beitrag von 2010 beleuchtet die Auswirkung von HF-Strahlung auf den Menschen:

Der Medizinphysiker Dr. rer. nat. Lebrecht von Klitzing misst die Reaktionen des menschlichen Organismus auf HF-Strahlung anhand von EEG, kapillärer Hautdurchblutung und Variabilität der Herzrate. Und eine Wohnungsbegehung mit Messgerät bei einer jungen Familie verdeutlicht, dass die stärkste Strahlungsbelastung oft hausgemacht ist: durch WLAN, DECT, Babyfon, Mikrowelle etc.

Dr. von Klitzing betreibt in der “feldarmen Gemeinde” Wiesenthal in der Rhön das Umweltphysikalische Messungen und bietet auch die Testung der Elektrosensibilität an. Wer sich voller Hoffung auf den Weg nach Wiesenthal machen möchte, sollte sich zuvor aber auch diesen Erfahrungsbericht (PDF) durchlesen, um sich ggf. unnötigen Stress zu ersparen.

ARTE: "Elektrosmog - Unsensible Anbieter"

In Vox Pop, einem auf Arte ausgestrahlten Reportagemagazin, ging es in der Sendung vom 20. Oktober 2014 um Elektrosmog:

Thema der “Ermittlung der Woche” waren die Versuche der Telefonbetreiber, jede Initiative zur weiteren Regelung der elektromagnetischen Strahlung zu blockieren. Obwohl die Anzahl der Elektrosensiblen in ganz Europa steigen und immer mehr Organisationen vor den gefährlichen Wellen und dem Bau von Funkmasten warnen, setzen die Netzbetreiber weiter ihre eigenen Spielregeln durch. Sie beeinflussen wissenschaftliche Studien, drohen Stadträten und Bürgermeistern mit Klagen, umgehen das Vorsorgeprinzip und verhindern die Einrichtung so genannter „weißer Zonen“… Angesichts der bevorstehenden Einweihung der fünften Generation der Mobilfunknetze besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Gesetzgeber.

Im “Interview der Woche” erzählt die belgische Grünenabgeordnete und ehemalige Umweltministerin der Region Brüssel, Evelyne Huytebroeck, über ihre gewonnenen Schlachten gegen die Mobilfunkbetreiber:

In der kompletten Reportage enthalten war auch ein Bericht über ein “internationales Treffen Elektrosensibler” in Frankreich: Die relativ gut organisierten EHS in Frankreich planen die Errichtung “weißer Zonen” – angefangen mit dem Gebiet der ehemaligen Klosteranlage des Kartäuserinnenklosters von Durbon bei Saint Julien en Beauchêne im Département Hautes-Alpes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Weitere weiße Zonen in anderen Regionen sollen folgen.

Chartreuse-durbonCahrtreuse-Durbon-Hautes-Alpes

Lesetipp: umwelt - medizin - gesellschaft, 3/2014

umg_3-14Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift umwelt – medizin – gesellschaft ist dem Schwerpunktthema “Neue Medien – Neue Risiken” gewidmet. Das Organ mehrerer umweltmedizinischer Verbände beleuchtet in vier Beiträgen ausführlich die Konditionierung zum digitalen Konsum, die Auswirkungen digitaler Medien und des Mobilfunks auf den Menschen, sowie die der Mobilfunkstrahlung auf landwirtschaftliche Nutztiere.

Schon alleine das Editorial ist lesenswert: Prof. Dr. phil. Karl Richter, Mitglied im Vorstand der Kompetenzinitiative, bringt die “Allmacht der Technik und die Ohnmacht der Betroffenen” auf den Punkt und schließt mit den Forderungen an eine zukunftsfähige Mobilfunkpolitik, die Verwaltungsrichter i. R. Bernd Budzinski im Frühjahr diesen Jahres während der Tagung der Kompetenzinitiative „Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks“ in einem Vortrag formulierte:

  1. Nicht-ionisierende Strahlung, wie sie der Mobilfunk verwendet, ist als umweltschädlich i.S. des § 3 I Bundesimmissionsschutzgesetzes zu bewerten.
  2. Mobilfunkwellen sind rechtlich generell genauso wie etwa Autoabgase oder Zigarettenrauch, aber auch schwache radioaktive Strahlung, zu behandeln.
  3. Das bedeutet: Aufklärung der Bevölkerung, Handyverbot für Kinder, genereller Kabelvorrang, Ende der sog. Indoor-Versorgung, funkfreie Gebiete und allgemeine Sendeleistungsminimierung aller Funktechniken auf das technisch notwendige Maß sowie Erlass eines Mobilfunkgesetzes mit Kinder-, Nachbar- und Versicherungsschutz.

Aktivurlaub ohne Elektrosmog

“Digital detox” ist ein Werbeslogan, mit dem zunehmend mehr Hotels und Tourismusvereine um Gäste buhlen. Vom Abschalten und zur Ruhe kommen ist da die Rede, vom Handy an der Rezeption abgeben und von Internetabstinenz. Wer beruflich unter einem internetbasierten Informationsoverload leidet oder sich selbst durch übermäßigen Smartphonegebrauch in den Überdruss manövriert hat, für den mag so ein Urlaubsangebot eine willkommene, wenn auch gewöhnungsbedürftige Abwechslung sein. Für elektrosensible Urlauber sind solche “Digital detox”-Packages in den seltensten Fällen geeignet, denn wenn man die entsprechenden Gastgeber genauer unter die Lupe nimmt, dann sieht man, dass diese Hotels technisch “up-to-date” sind und oft im ganzen Haus WLAN genutzt werden kann. Für Internet-Junkies auf kaltem Entzug sicher eine beruhigende Tatsache.

survive2lifeEin Aktivurlaubsangebot, das tatsächlich fernab von Mobilfunkstrahlung stattfindet, sind die “From Survive to Life”-Seminare des Schweizer Erlebnis-Coachs Marcel Hager. Angeboten werden neben Einzelcoachings 24 Stunden dauernde Survivaltrainings, Wochenenden oder eine ganze Woche, die in der freien Natur verbracht wird, mit all ihren Unwägbarkeiten. Geschult werden dabei der Orientierungssinn, das Decken der Grundbedürfnisse auch in Notsituationen, der eigene Durchhaltewillen und der Zusammenhalt in der Gruppe. Kurzgesagt handelt es sich um ein “Persönlichkeitstraining in der Wildnis”, um Team- und Charakterbildung, um Empowerment und Visionsfindung.

Die Trekking- und Outdoor-Trainings der Stufe 2 (2 Tage) finden in mobilfunkfreien Gebieten in der Schweiz statt, die Trainings der Stufe 3 (6 Tage) abseits der Zivilisation in Island, Grönland, Lappland, Schottland und Sardinien.
Teilnahmevoraussetzung ist eine durchschnittliche Grundkondition. Von Vorteil ist es, keine Höhenangst zu haben. Die Gruppen sind gemischt, es besteht allerdings ein Seminar nur für Männer und im September 2015 wird es ein “Charakter-Wochenende” speziell für Frauen geben.

Bildquelle und weitere Infos: http://survive2life.ch

 

Have a break, have no Wi-Fi

A marketing campaign by Kit Kat: “Have a break, have no Wi-Fi”. The brand installed a couple of “Wi-Fi free” spots in Amsterdam to encourage people to have a real conversation instead of texting. Well, great message, but they replaced one devil with another: In a city like Amsterdam it’s a vain endeavour to create a REAL Wi-Fi free area in public places. Therefore they installed Wi-Fi jammers which blocked all signals within a radius of 5 metres. Result: no mobile connection due to an added microwave signal.


Kit Kat: Free No-WiFi Zone from Fethi Uluak on Vimeo.